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Les Belles Heures de Duc du Berry - das Meisterwerk der Brüder Limburg

Bis heute ist Herzog Jean de Berry lebendig als Kunstliebhaber und Bibliophiler, als Sammler und Auftraggeber von außergewöhnlichen Kunstschätzen und kostbaren Bilderhandschriften. Schon seine Zeitgenossen waren tief beeindruckt von der luxuriösen Ausstattung der meisten Werke seiner berühmten Bibliothek. Unermüdlich bereicherte er seinen Bücherschatz: Er vergab Aufträge an die führenden Buchmaler seiner Zeit, erwarb die kostbaren Manuskripte gelegentlich im Buchhandel oder ließ sie sich von Verwandten oder Freunden schenken. Am Ende seines Lebens konnte der Herzog von Berry eine geradezu märchenhafte Bibliothek mit immerhin annähernd 300 Handschriften sein eigen nennen. Doch es ist nicht nur die Vielzahl, die noch heute beeindruckt, sondern vor allem die herausragende Qualität der Buchkunst.
Für sein persönlichstes Stundenbuch, die Belles Heures, verpflichtete der Herzog von Berry mit den drei Brüdern Paul, Herman und Jean Limburg die begabtesten Buchmaler seiner Zeit.

172 Miniaturen und Rankenwerk: Strahlendes Gold auf allen Seiten
In insgesamt 172 strahlenden Miniaturen präsentieren die Brüder Limburg eine Lebendigkeit und Pracht, mit der sie in die Geschichte der Buchmalerei eingegangen sind. Jede Miniatur wie auch jede Textseite der Belles Heures ist umgeben von filigranen Zierranken mit bis zu 500 goldstrahlenden Efeublättern. Doch selbst dieses stete Funkeln wird noch übertroffen von den leuchtenden, verspielten Schmuckelementen auf besonders wichtigen Seiten wie dem Beginn des Marien- oder des Toten-Offiziums.
Komplettiert wird diese luxuriöse Ausstattung durch zahlreiche ein- oder mehrzeilige Zierinitialen in Rot und Blau sowie strahlendem Gold. Dieses Blattgold bildet in den Miniaturen zusammen mit dem gedämpfteren Muschelgold ein reizvolles Wechselspiel.

Die neue Bildersprache in den Belles Heures
Thematische Neuerungen bezeugen den Einfluß des Herzogs auf sein kostbares Werk. Szenen des Studierens und der Gelehrsamkeit, die bis dahin auf diese Weise nicht gemalt worden waren, bezeugen sein großes Interesse an der Wissenschaft.
Die Verehrung des Herzogs für seinen Namenspatron Johannes den Täufer spiegelt sich in einem Bilderzyklus aus vier Miniaturen wieder. So sehr die vollkommene Beherrschung der Farbpalette Paul Limburgs gerade in diesen Bildern beeindruckt, bleibt dieser Zyklus doch auch rätselhaft: Seine Bildersprache ist bis heute immer noch nicht endgültig erschlossen.

Die Faksimile-Edition: Ein Meisterwerk der Buchkunst
Dieses sehr persönliche Stundenbuch mit seinen 172 Miniaturen der Malerbrüder Limburg und dem goldschimmernden Rankenwerk auf jeder Seite erscheint in einer weltweit limitierten Auflage von nur 980 nummerierten Exemplaren als Faksimile-Edition. Mit größter Sorgfalt werden alle 448 Seiten getreu der kostbaren Originalhandschrift im Format von 23,8 x 17,0 cm wiedergegeben.
Die perfekte Nachbildung des exklusiven Saffianleder-Einbands aus dem 17. Jahrhundert erfolgt für die Faksimile-Edition der Belles Heures in allen Details. In aufwendiger Handarbeit werden Prägestempel für die reiche Goldverzierung auf dem Vorder- und Rückendeckel, dem Buchrücken mit den sieben Bünden sowie den Steh- und Innenkanten gezeichnet und angefertigt.